Ein Blick zurück, ein Schritt nach vorn: Wie aus dem „Klassenzimmer der Zukunft“ eine Vielzahl an Räumen in der Passauer Lehrkräftebildung wurde.
Wer an die Anfänge des Didaktischen Labors (DiLab) zurückdenkt, landet im Jahr 2016. Damals startete das Projekt SKILL mit einer klaren Zielstellung: Der Transformation eines traditionellen Seminarraums im ältesten Gebäude der Universität zu einem „Klassenzimmer der Zukunft“. Dieser erste Raum (heute bekannt als DiLab-Klassenzimmer, NK 211) wurde konzipiert, um starre Sitzordnungen aufzubrechen und flexible, lernendenzentrierte Lehr-Lern-Szenarien zu erproben. Es war der Pionier – ein Ort, an dem die Theorie der Universität auf die Praxis der Schule traf.
Doch Innovation bleibt nicht stehen und bedeutet Veränderung: Was 2016 als einzelner Leuchtturm begann, hat sich über die Jahre zu einem vielschichtigen Netzwerk an Räumen entwickelt, das heute die gesamte Bandbreite professionellen Lehrerhandelns abdeckt.
Mehr als nur ein Raum: Ein Ökosystem für Bildung

Wie die aktuelle Netzwerkgrafik eindrucksvoll zeigt, ist das DiLab heute keine einzelne Station mehr, sondern ein Verbund spezialisierter Labore. Der entscheidende Punkt dabei: Jeder Raum verfolgt ein eigenes Konzept und unterschiedliche Zielsetzungen, die ineinandergreifen.
- Das Klassenzimmer legt den Fokus auf individualisierte und kooperative Lernsettings, die Arbeit mit Schülern und damit die Durchführung von Unterricht.
- Im Lehrkräftezimmer steht nicht der Unterricht selbst, sondern die Phase davor und danach im Mittelpunkt. Es ist ein Raum für Kooperation, kollaborative Planung und den professionellen Austausch – angelehnt an moderne „New Work“-Umgebungen.
- Das Community Lab zielt auf die Erstellung und das Teilen von freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources) und die Vernetzung in Communities zu offenen Bildungspraktiken (OEP) ab.
- Im Studio stehen Medienproduktion im Fokus. Von der Podcast-Aufnahme bis zum hochwertigen Erklärvideo bietet dieser Raum die technische Umgebung für Audio- und Videoprojekte.
- Im MakerSpace wird Technologie im wahrsten Sinne des Wortes „greifbar“ und “Machen” zum Programm. Dieser Bereich lädt zum kreativen Tüfteln, Ausprobieren und Produzieren ein, um ganz vielfältige Ziele zu erreichen und zukunftsgerichtete Kompetenzen zu adressieren.
Ein gemeinsames Ziel
Trotz der unterschiedlichen Schwerpunkte – vom Unterrichten über das Planen bis hin zum Produzieren und Making – eint alle Räume im Netzwerk der didaktische Kerngedanke Lernprozesse bei Schülerinnen und Schülern zum positiven zu verändern. In der universitären Lehrkräftebildung beginn dies mit der Verbindung und Zusammenarbeit von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft und durch eine technologisch und räumlich innovative Infrastruktur.
Entdecken Sie die Konzepte der einzelnen Räume und die Möglichkeiten für Studium, Lehre, Forschung und Transfer im Detail auf unserer Webseite: https://dilab.uni-passau.de
Didaktische Innovationslabore (DiLab)
Abteilung Didaktische Innovation – Leitung Innovations- und Bildungstechnologien
Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik (ZLF), Universität Passau
http://dilab.uni-passau.de
